Die Klinik am See 45 – Arztroman

Cornelia spielt falsch

Britta Winckler: Die Klinik am See 45 – Arztroman
Verlag: Kelter Media
Erschienen:
Sprache: Deutsch
Seiten: 64 (Druckfassung)
Format: EPUB Info▼
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Besonders beliebt bei den Leserinnen von Arztromanen ist der Themenbereich Frauenklinik. Gerade hier zeigt sich, wie wichtig eine sensible medizinische und vor allem auch seelische Betreuung für die Patientinnen ist, worauf die Leserinnen dieses Genres großen Wert legen. Die große Arztserie Klinik am See setzt eben dieses Leserinteresse überzeugend um.

Britta Winckler ist eine erfahrene Romanschriftstellerin, die in verschiedenen Genres aktiv ist und über hundert Romane veröffentlichte.

Die Serie Die Klinik am See ist ihr Meisterwerk. Es gelingt der Autorin, mit dieser großen Arztserie die Idee umzusetzen, die ihr gesamtes Schriftstellerleben begleitete. Sie selbst bezeichnete ihre früheren Veröffentlichungen als Vorübungen für dieses grandiose Hauptwerk. Ein Schriftsteller, dessen besonderer erzählerischer Wunsch in Erfüllung geht, kann mit Stolz auf sein Schaffen zurückblicken.

Hubert Karner, der Regisseur des Städtischen Schauspielhauses in München, klatschte in die Hände. "Schluß für heute, meine Damen und Herren", rief er den auf der Bühne befindlichen Schauspielerinnen und Schauspielern zu, erhob sich von seinem Sitz im Zuschauerraum und ging hinauf auf die Bretter, von denen es heißt, daß sie die Welt bedeuten. "Nächste Woche ist Generalprobe", erinnerte er die beiden weiblichen und die drei männlichen Darsteller. Ein erleichtertes Aufatmen aller war die Reaktion auf seine Worte. Man war froh, daß die Nachmittagsprobe zu Ende war, und mit ein paar Grußworten zogen sich die Bühnenakteure zurück. "Cornelia…" Hubert Karner hielt die junge Frau, die in dieser Inszenierung von Goldonis DIE SCHALKHAFTE WITWE die Rolle der umschwärmten Witwe Rosaura spielte, zurück. "Ja?" Cornelia Behrend drehte sich um. Fragend sah sie den Regisseur an und warf mit einer unnachahmlichen Kopfbewegung ihr fast blauschwarzes, bis zum Nacken fallendes Haar zurück. "Ich möchte Ihnen ein Lob aussprechen", ergriff der Regisseur wieder das Wort und lächelte. "Sie haben sich in die Rolle der Witwe, die ihre Verehrer testet, gut eingelebt. Ganz im Sinne von Goldoni." "Danke", murmelte Cornelia. "Mir ist aber aufgefallen", sprach der Regisseur weiter, "daß Sie heute irgendwie zerstreut waren."